Städtereisen09 August 2018

Osaka - Ein Trip in die Küche Japans

 „Osaka ist ganz anders als Tokyo.“. Diese Aussage bekam ich während meiner Zeit in Japan oft zu hören, sowohl von Japanern als auch von Touristen.

 

 Am Morgen bin ich mit dem Shinkansen von Tokyo nach Shin-Osaka gefahren und war gespannt, ob sich die beiden Metropolen wirklich so unterscheiden, wie alle sagen. Ich war gerade in Osaka angekommen und schon konnte ich die Aussage bestätigen. Nach meiner anfänglichen Verwirrung, dass das Linkssteh- bzw. Linksgehgebot hier nicht gilt, bemerkte ich bereits kleine Unterschiede in Mentalität, Kleidung und Stadtbild. Die Menschen sind lauter, offener und scherzen mehr in der Öffentlichkeit. Nicht umsonst werden Tokyoter von Menschen aus Osaka oft als „humorlos“, „ernst“ oder „Roboter“ bezeichnet. Viel Zeit habe ich nicht, die drittgrößte Stadt Japans zu entdecken – zwei Tage, um genau zu sein – und in dieser Zeit möchte ich so viel mitnehmen wie möglich!

 

Um eins vorwegzunehmen, das, was ich in der kurzen Zeit lernen durfte, war, dass Osaka unglaublich viel zu bieten hat!

 

Meine Must Do‘s in Osaka

 

Burg Osaka

 

Burg Osaka

Der Weg zur Burg Osaka führt durch eine schöne Parkanlage, die fast zwei Quadratkilometer groß ist! Im Frühjahr ist sie ein beliebter Ort, um Hanami zu feiern. Die Burg selbst wurde von Toyotomi Hideyoshi im Jahr 1583 gebaut. Nachdem die Anlage jedoch mehrere Male zerstört wurde, wurde sie erst im Jahr 1931 wiederaufgebaut. Ende der 90-er Jahre fanden schließlich mehrere Reparatur-, Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten statt. In der Burg befindet sich nun ein Museum (Eintritt: 600 Yen). Die Ausstellungsstücke sind leider größtenteils auf Japanisch beschildert, jedoch befindet sich im obersten Stockwerk eine Plattform, von der man einen tollen Ausblick auf die Stadt hat.

 

Kuromon ichiba Market

 

Kuromon ichiba market

Bei einem Spaziergang durch den Kuromon-Fischmarkt offenbart sich einem die kulinarische Vielfalt Osakas. Schnell wird klar, warum Osaka die Küche Japans genannt wird. Vom Fisch und jeglichem Meerestier wird verwendet, was verarbeitet werden kann. Aber auch andere Delikatessen, wie Mochi, werden angeboten. Die Atmosphäre wirkt geschäftig und die vielen Stände und Restaurants führen einen in Versuchung, allerlei zu kosten.

 

Umeda Sky Building

 

Umeda Sky Building

Das Umeda Sky Building war mein persönliches Highlight in Osaka. Zum einen ist die Architektur des Gebäudes sehr modern und wirkt futuristisch. Doch sein eigentlicher Schatz liegt in etwa 170m Höhe: Der „Sky Walk“. Der Sky Walk ist eine Freiluft-Aussichtsplattform, welche einen wunderschönen Blick über Osaka bietet. Ich war gegen Abend dort, sodass ich den Sonnenuntergang von oben beobachten konnte. Es ist ein sagenhaftes Spektakel, wenn die Stadt langsam in gelbes Licht getaucht wird und die Sonne auf dem Fluss reflektiert wird.

 

Dotonbori

 

Glico Running Man in Dotonbori

Als eines der wichtigsten Symbole Osakas ist der Glico Running Man unter Japanreisenden sehr bekannt. Auf der Ebisu-Brücke tummeln sich massenhaft Menschen, die ein Selfie mit ihm erhaschen möchten. Besonders beliebt? Die Pose des Running Mans. Doch Dotonbori hat viel mehr zu bieten als die Leuchttafel, welche den Sportler abbildet. Nachts leuchtet das ganze Viertel. Ein Mix aus lauter Musik dröhnt durch die Straßen. Es riecht nach Essen. Die zahlreichen Restaurants und Kneipen werben mit eindrucksvollen Fassaden und Figuren. Je bunter, desto besser. In Dotonbori habe ich das beste Takoyaki und Okonomiyaki Japans gegessen!

 

Shinsekai

 

Shinsekai

Die einen lieben es, die anderen fühlen sich etwas unsicher.  Das Viertel Shinsekai (übersetzt: "Die neue Welt") steht im Kontrast zu dem Sicherheitsliebenden Japan, das ich bisher kannte. Das Viertel wurde vor dem ersten Weltkrieg errichtet. Damals war es das Viertel, das für Moderne und das Lebensgefühl des Westens stand. Jedoch wurde das Viertel nach und nach sich selbst überlassen. Genau wie Dotonbori platzt Shinsekai vor lauter Bars und Restaurants. Die Atmosphäre ist jedoch eine andere. Es erinnert mich stark an Vergnügungsviertel in Europa. Es wirkt zwielichtiger und gilt als das gefährlichste Viertel Osakas. Sein Ruf? Das Zentrum der Yakuza, Betrunkene, Obdachlose und Prostituierte. Als ich tagsüber durch die Gassen schlenderte, wirkte das Viertel jedoch, als würde es noch schlafen.

Inmitten von Shinsekai befindet sich ein weiteres Wahrzeichen Osakas: der Tsutenkaku Tower. Genau wie der Tokyo Tower ist der Tsutenkaku Tower dem Eiffelturm nachempfunden.

 

Ein japanisches Sprichwort lautet: "Dress into ruin in Kyoto, eat into ruin in Osaka". Dieses Sprichwort kann ich selbst nach kurzer Zeit in Osaka bestätigen. Überall wird man zum Essen verführt und es ist wirklich schwierig, etwas zu finden, das nicht gut schmeckt! Neben all den Sehenswürdigkeiten ist die Kulinarik in Osaka mitunter die größte und "sehens-"werteste!

 

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